Native App entwickeln – Überblick für Einsteiger

Native App entwickeln – Überblick für Einsteiger

Die mobile Technologie entwickelt sich rasant und bietet Unternehmen und Einzelpersonen gleichermaßen umfangreiche Möglichkeiten. Die Erstellung einer nativen App ist ein zentraler Schritt, um in diesem Bereich Fuß zu fassen. Wenn Sie überlegen, eine App zu entwickeln, werden Sie mit verschiedenen Optionen und Ansätzen konfrontiert. Dieser Artikel hilft Ihnen dabei, die Komplexität zu verstehen und die native App Entwicklung anschaulich zu machen. Wir möchten Ihnen die grundlegenden Konzepte, die technischen Anforderungen und die strategischen Überlegungen erörtern, die notwendig sind, um eine native App zu entwickeln.

Was ist eine Native App?

Native Apps werden speziell für ein bestimmtes mobiles Betriebssystem (entweder iOS oder Android) entwickelt. Sie bieten viele Funktionen und die Möglichkeit, umfassend mit der Hardware des Endgeräts zu interagieren, sodass die Entwickler die verfügbaren Ressourcen optimal nutzen können. Native Apps haben Zugriff auf Funktionen wie Mikrofon, Kamera, RAM und GPS-System. Diese leistungsstarken Funktionen ermöglichen Entwicklern, Apps zu erstellen, die in der Lage sind, raffinierte gerätespezifische Funktionen zu nutzen.

Was ist eine Native App?
Welchen Mehrwert hat eine native App

Welchen Mehrwert hat eine native App

Native Apps sind der beliebteste App-Typ, und es ist leicht zu erkennen, warum. Wenn Sie Ihre eigene App entwickeln lassen, bietet ein natives Format mehrere Vorteile gegenüber anderen Formaten wie Web- und Hybrid-Apps. Mit einer nativen App können Sie die Fähigkeiten jeder Plattform optimal nutzen, um ein intuitives, effektives Benutzererlebnis zu schaffen, das die Hardware-Funktionen jedes Geräts ausschöpft.

Der Unterschied zwischen Native, Web und Hybrid-App

Native Apps bieten im Vergleich zu Web- und Hybrid-Apps ein höheres Leistungsniveau, da sie speziell für ein bestimmtes Betriebssystem entwickelt wurden. Native Anwendungen reagieren schneller auf Benutzereingaben als hybride und Webanwendungen und sind für personalisierte Benutzererlebnisse mit attraktiver Optik optimiert. Mit nativen Anwendungen haben Sie weniger Probleme mit der plattformübergreifenden Kompatibilität, da sie auf die Android- oder iOS-Plattformen zugeschnitten sind. 

Generische oder plattformübergreifende Apps bieten grundlegende Funktionen, während native Apps speziell für eine bestimmte Plattform entwickelt werden und einen erweiterten Funktionsumfang haben. 

Der Unterschied zwischen Native, Web und Hybrid-App

Die Planung der nativen App-Entwicklung

Die Planung einer App beginnt, bevor der Code geschrieben wird. Je besser Sie Ihre native App-Entwicklung planen, desto realistischer können Sie die Erfolgschancen und den Arbeitsaufwand für deren Programmierung einschätzen. Während dieses Prozesses ist es ratsam, die Idee immer weiter auszufeilen. 

Bei der Planung einer App muss Folgendes bedacht werden:

  • Bereiche wie die Abbildung von Benutzerströmen und -wegen
  • Erstellung von Anwendungsfällen
  • Festlegung von Zielen
  • Schreiben von technischen Spezifikationen
  • Entwurf eines Wireframe

Ein schriftliches Konzept ist zusätzlich notwendig, wenn Sie Sponsoren für Ihre App suchen. Sie brauchen etwas Greifbares, das schnell erklärt, welches Problem Ihre Idee löst und wie sie dies effizient tut. Letztlich hilft eine gründliche Planung in dieser Phase, realistische Erwartungen für den gesamten Entwicklungsprozess zu setzen.

Die Zielgruppe bestimmt die Plattform

Wenn Sie eine native App entwickeln möchten, müssen Sie sich als Erstes die Frage des Betriebssystems stellen. Bei einigen Apps ist die Antwort durch die Zielgruppe vorgegeben, z. B., wenn Sie nur Android- oder iOS-Kunden erreichen möchten. Es ist wichtig zu beachten, dass jedes Betriebssystem seine eigene Programmiersprache mitbringt und Entwickler zwei separate Versionen einer App für beide Systeme verwalten müssen. Für Apps mit großem Potenzial kann es sich lohnen, zusätzliche Kosten und Mühe aufzubringen, um ein größeres Publikum zu erreichen.

Um die richtige Zielgruppe zu finden, sind Statistiken und Analyse-Informationen wichtig. Mit Tools wie Google Analytics oder Matomo (ehem. Piwik) lassen sich Einblicke in das Nutzerverhalten und Trends gewinnen, die bei der Entscheidung helfen können, welche Funktionen in die App aufgenommen und welche Plattformen bevorzugt werden sollen. 

Website-Analysen zeigen, wie viele Besucher mit einem Mobilgerät auf eine Webseite zugegriffen und welches Betriebssystem sie genutzt haben. Dadurch lassen sich Rückschlüsse ziehen, welche Plattformen sich am besten für eine native App eignen.

Native App-Programmierung: Programmiersprachen

Native Android-Apps werden mit Programmiersprachen wie Java und Kotlin entwickelt. Um eine Android-App zu erstellen, benötigt man die notwendigen Programmierkenntnisse und ein Software Development Kit (SDK), eine Entwicklungsumgebung für die Programmierung von Anwendungen. Native Apps für iOS können entweder in Swift oder Objective-C programmiert werden, beides sind für Apple entwickelte Programmiersprachen.

Die Vor- und Nachteile von nativen Apps

Natürlich ist es auch wichtig, die Vor- und Nachteile von nativen Apps zu beleuchten. 

Vorteile 

Ein Hauptvorteil einer nativen App liegt darin, dass sie die bestmögliche Leistung, Geschwindigkeit und Benutzererfahrung auf dem jeweiligen Betriebssystem (iOS oder Android) gewährleistet. Das kommt daher, dass die App mit Frameworks erstellt wurde, die speziell für diese Plattform entwickelt wurden, was zu einer reibungsloseren und reaktionsschnelleren App führt. 

Eine native App ermöglicht den Zugriff auf alle Gerätefunktionen, einschließlich Push-Benachrichtigungen, GPS- und Kamerainformationen. Das verleiht Ihrer App zusätzliche Fähigkeiten, die sie von anderen generischen Apps abheben. Obendrein steht ein Offline-Modus zur Verfügung, mit dem die User ohne Internetverbindung auf bestimmte Funktionen und Daten zugreifen können.

Mit der zunehmenden Weiterentwicklung mobiler Geräte ändern sich auch die von ihnen verwendeten Betriebssysteme. Da native Apps diese Aktualisierungen von Haus aus unterstützen, können die Entwickler plötzliche Änderungen sofort umsetzen, ohne auf eine Aktualisierung ihres Frameworks oder ihrer Bibliotheken warten zu müssen. 

Schließlich bietet eine native Applikation im Vergleich zu generischen Apps eine weitaus stärkere und zuverlässigere Sicherheit und ermöglicht es Unternehmen, die Geräte ihres Unternehmens bei Bedarf aus der Ferne zu steuern. Alles in allem machen diese Vorteile native Apps zu einer unverzichtbaren Wahl für alle, die eine außergewöhnliche Leistung in Verbindung mit robuster Sicherheit und umfangreichen Möglichkeiten suchen.

Nachteile

Obwohl die Entwicklung von Apps mit nativer Programmierung sichere, zuverlässige und leistungsstarke Anwendungen bieten kann, die enger mit dem Gerät des Nutzers verbunden sind, gibt es ein paar Nachteile. 

Der größte Nachteil ist, dass native Apps für jedes Betriebssystem einzeln entwickelt werden müssen. Diese Beschränkung erhöht die Kosten für die Entwicklung einer App, die auf mehreren Plattformen läuft. Eine einzige Codebasis wäre kosteneffizienter, da weniger Teams benötigt werden. Programmierer von iOS- und Android-Versionen müssen diese zusätzlichen Kosten bei der Budgetplanung einkalkulieren, da sie doppelten oder dreifachen Quellcode benötigen.

Apps durch hybride Anwendungsframeworks

Native Apps durch hybride Anwendungsframeworks entwickeln

Es gibt jedoch Optionen für Entwickler, die ihre Kosten senken wollen, ohne dabei Abstriche bei der Qualität zu machen. Eine solche Methode ist das hybride Anwendungsframework. Dabei handelt es sich um einen Ansatz zur Erstellung mobiler Anwendungen, die wie native Apps aussehen, aber in Wirklichkeit auf HTML, CSS und JavaScript basieren, die in einem Web-View-Container ausgeführt werden. 

Diese Lösung eignet sich besonders gut für einfachere Applikationen und kann im Vergleich zu vollständig nativen Entwicklungsmethoden Kosteneinsparungen ermöglichen, obwohl sie für einige ressourcenintensive Anwendungen weniger optimal sein mag.

Fazit

Native Apps – speziell für iOS oder Android entwickelt – sind für Unternehmen und Einzelpersonen, die in der mobilen Technologie präsent sein möchten, unverzichtbar. Sie bieten ein überlegenes Benutzererlebnis und Interaktion mit der Gerätehardware. 

Obwohl sie im Vergleich zu plattformübergreifenden Apps eine verbesserte Leistung und Funktionalität bieten, erhöhen die Anforderungen an spezifische Betriebssysteme die Entwicklungskosten und -komplexität. Die Wahl zur Entwicklung einer nativen App erfordert eine sorgfältige Abwägung zwischen den unbestreitbaren Vorteilen und den damit verbundenen Herausforderungen.

Eine native App ist die beste Wahl, wenn Sie eine mobile App entwickeln möchten, die sowohl auf Android als auch auf iOS benutzbar ist. Durch die Schwierigkeit der verschiedenen Programmiersprachen und dem damit verbundenen höheren Aufwand ist es wichtig, den richtigen Experten für die Erstellung zu finden. Wir helfen Ihnen gerne dabei, Sie mit dem idealen Expertenteam, einer Agentur oder einem einzelnen Freelancer zusammenzubringen. Melden Sie sich noch heute bei appfelsine und beschreiben Sie uns Ihre Idee, um Ihre native App entwickeln zu lassen.

FAQ

Was kostet eine native App?

Kleine native Apps fangen bei 5000€ an. Mittelgroße Apps mit mehreren Wochen Entwicklungszeit kosten zwischen 15.000€ und 30.000€. Groß angelegte Projekte sind nach oben hin offen und liegen bei mehreren Hunderttausend Euro. Die Kosten für die Entwicklung einer nativen App müssen individuell bestimmt werden. Es kommt ganz darauf an, was die Applikation können muss. Beschreiben Sie uns Ihre App Idee und holen Sie sich kostenlos Angebote der Entwickler ein, die auf Ihren konkreten Bedürfnissen basieren.

Was bedeutet native Installation?

Native Installation bezieht sich auf die Installation einer Software direkt auf dem Betriebssystem (OS) eines Computers oder Geräts, ohne den Einsatz von Zwischenebenen wie Virtualisierung, Emulatoren oder Container. Es bedeutet, dass die Software direkt mit dem zugrunde liegenden Betriebssystem interagiert und die Hardware-Ressourcen des Computers oder Geräts nutzen kann.

Wie schwer ist es, eine App zu entwickeln?

Die Schwierigkeit der App-Entwicklung ist ein weites Spektrum und hängt stark von den spezifischen Zielen und Anforderungen des Projekts ab. Einerseits können einfache Apps mit begrenzter Funktionalität in wenigen Wochen oder sogar Tagen erstellt werden, besonders wenn Entwickler vorgefertigte Frameworks oder Plattformen nutzen. Andererseits können komplexe Anwendungen, die fortschrittliche Funktionen oder Integrationen erfordern, Monate oder Jahre intensiver Arbeit erfordern. Um eine native App zu entwickeln brauchen Sie auf jeden Fall fortgeschrittene Programmierkenntnisse.

Welche Schritte beinhaltet eine App-Entwicklung?

Die App-Entwicklung beginnt in der Regel mit einer Konzeptionsphase, in der die Idee verfeinert und in ein klar definiertes Konzept umgewandelt wird. Dann folgt die Designphase, in der das Aussehen und die Benutzererfahrung festgelegt werden. Die Codierung ist das, woran die meisten denken, wenn sie von App-Programmierung sprechen, aber das ist nur ein Teil des Prozesses. Nachdem der Code geschrieben ist, muss die App getestet werden, um Fehler zu finden und zu beheben. Selbst nach der Veröffentlichung muss die App regelmäßig aktualisiert und gewartet werden.

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